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Alles begann am 11.05.1996 im Parkstadion, als Andreas Müller in der 90. Minute das entscheidende 2:1 gegen Bayern München köpfte. Damit stand fest: Der FC Schalke 04 ist endlich wieder im UEFA-CUP!!!!!!
Tausende von Schalker Fans lagen sich heulend in den Armen und wir mittendrin. Immerhin gelang das Schalke zum letzten Mal vor 19 Jahren und wirklich damit gerechnet hatte wohl keiner von uns. Nun ging es zum letzten Saisonspiel nach Bremen, wo es nur noch hieß: ”Wir sind nur zum Feiern hier! “ Trotzdem schafften wir noch ein 2:1 . Jetzt sollte es also endlich losgehen.
Der erste Gegner im UEFA-CUP hieß Roda - Kerkrade, den wir im Parkstadion mit einem 3:0 wegputzen. da wir im Rückspiel ein 2:2 erkämpften, zogen wir in die 2. Runde ein. Die erste Hürde hatten wir schon mal locker bewältigt.
Weiter ging es gegen Trabzonspor, die wir auf Schalke mit einem 1:0 besiegten. An dieser Stelle muss aber auch erwähnt werden, dass selbst die Trabzon - Fans, die zahlreich erschienen waren, ordentlich mitfeierten. Da konnte man sich fast wie bei einem Auswärtsspiel vorkommen. Es gab zwar einen (Super-)Sieger, aber auch tolle Verlierer. Also, auf zum Rückspiel! Hier schafften wir wiederum ein glückliches Unentschieden. Martin Max schoss, Gott sei dank, im letzten Moment den 3:3 Ausgleich. So stand fest:
Der FC Schalke 04 steht im Achtelfinale.
Gegner war der belgische Club Brügge. Im völlig verschneiten Brügge verloren wir aber das Hinspiel mit 1:2, schade! Zitternd fuhren wir also zum Rückspiel ins Parkstadion. Sollte es etwa jetzt schon vorbei sein? Mit weichen Knien konnten wir aber doch ein tolles Spiel, und vor allem den Sieg unseres Vereins sehen. Wir hatten es geschafft: Ein 2:0 und somit der Einzug ins Viertelfinale .
Bayern - Bezwinger Valencia sollte nun nächster Gegner sein. Am 04.03.1997 vor 57.000 Zuschauern endlich der Anstoß. Die Spanier zogen ein Kurz - Paß - Spiel der Extraklasse auf. Schon nach 2 Minuten hatten sie die erste Torchance. Aber Thomas Linke klärte auf der Linie. Nach und nach konnten wir endlich beobachten, wie Schalke immer besser ins Spiel fand. Linke erfüllt den lang ersehnten Wunsch eines 1:0 in der 44. Minute. Nach de spannenden 1. aber auch 2. Halbzeit, machte Marc Wilmots den Sieg perfekt. 2:0 in der 82. Spielminute. Super, Marc! Ein Unentschieden in Valencia würde uns also schon reichen. Die ersten Gedanken ans Finale wurden bei uns wach. Schon in der 19. Minute schoß Youri Mulder das 1:0. Selbst der Ausgleich Valencias in der 45. Minute konnte uns nicht mehr gefährden. Als feststand, dass dieses auch das Endergebnis bleiben sollte, herrschte ausgelassene Stimmung unter den mitgereisten Schalkern.
So zogen wir ins Halbfinale und der Gegner kam wieder aus Spanien, diesmal war es CD Teneriffa. Ohne Max und Mulder, die verletzt waren, mussten wir das Hinspiel bestreiten, zu dem wieder Tausende Schalke - Fans mitgereist waren. Bereits in der 6. Minute gab es einen ungerechten Foul - Elfmeter für Teneriffa. Thon hatte zwar gefoult, dem war aber ein Handspiel des Spaniers vorausgegangen, nun hieß es 0:1. Unsere größte Chance hatten wir in der 75. Minute: Wilmots wird vom Torhüter gefoult und erhält einen Elfmeter. Aber: Johan de Kock verschießt. Zwei weitere Chancen konnte Schalke ebenfalls nicht nutzen und es blieb beim 0:1. Nun hieß es zittern. Im Rückspiel auf Schalke blieb es bis zur Halbzeit beim 0:0. Dann in der 68. Minute: Olaf Thon schießt die Ecke, direkt auf Thomas Linke, der zum erlösenden 1:0 einköpft. Jetzt ist alles wieder offen. In der 90. Minute steht es immer noch 1:0, nun heißt es zum ersten Mal Verlängerung für Schalke. Die Nerven lagen bei uns jetzt schon längst blank! Man traute sich kaum noch hinzusehen. Dann endlich schoß Marc Wilmots in der 107. Minute das entscheidende 2:0. Jetzt muss nur noch die Zeit rumgehen. Nur keinen Fehler machen. Aus den Reihen der Fans werden die Anfeuerungsrufe immer lauter. “Steht auf, wenn ihr Schalker seid!”
wird zum neuen Hit auf Schalke. Endlich der Abpfiff. Es ist kaum zu glauben.
Schalke steht im Finale um den UEFA-Pokal
Die Nordkurve bebt. Die Fans liegen sich unter Tränen in den Armen. Wir können es noch gar nicht fassen. Wir sangen und kletterten auf die Zäune. Jetzt war feiern angesagt! Dieser 22.04.1997 wird uns wohl immer im Gedächnis bleiben. Ein Traum wurde wahr. Die Euphorie brach aus! “Oh, wie ist das schön!”
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