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Kick Tipp

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Bericht Berlinfahrt
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Madrid oder Mailand – egal Hauptsache Europa

Wochenlang haben wir darüber geredet, dass wir zum Spiel nach Berlin fahren.               Das Hotel wurde gebucht, die Zimmerbelegung organisiert, hier und da mussten Fragen geklärt werden - und heute ist Montag und alles schon vorbei.

Am Samstag früh um 6 Uhr haben wir uns bei Möppel getroffen. Nachdem das Gepäck verstaut war, die Getränke eingeladen waren und der Bus bis auf den letzten Platz besetzt war ging es in Uentrop auf die A2 Richtung Berlin.

Die einen machten mit Bier und Schnaps da weiter, wo sie abends vorher aufgehört hatten und die anderen frühstückten ganz solide mit Kaffee und Brötchen.                              Trotz der frühen Stunde war man gut gelaunt und die Stimmung locker. Ohne Stau und Verzögerung kamen wir gut durch und waren schon um 13 Uhr am Olympiastadion.

Von außen gefiel es mir ganz gut. Irgendwie hatte es etwas von Urlaub und Griechenland.    Das tolle Wetter unterstützte dies noch.                                                                         Und von innen? Da sag ich: Zu Hause ist es doch am schönsten. Nicht das wir keine guten Plätze hatten, sehen konnte man alles. Aber wenn du bei uns in der Arena in der 23. Reihe sitzt, kannst du fast die Augenfarbe der Spieler erkennen. Im Olympiastadion braucht man in Reihe 23 fast ein Fernglas, um die Rückennummern der Spieler zu erkennen. Da helfen auch drei Dioptrien nicht.

Während die Ordner uns ein schönes Spiel wünschten und großzügig die drei Punkte mitgeben wollten, haben die Berliner Spieler sich ziemlich dagegen gewehrt. Beide Mannschaften brauchten einen Sieg. Die einen, weil sie noch Hoffnung auf den Klassenerhalt hatten und unsere Blau-Weißen um Tabellenplatz zwei zu festigen. Ich kann vorweg sagen: das Spiel war nichts für schwache Nerven.                                                                        10.000 mitgereiste Fans feuerten die Schalker an. Aber irgendwie kamen die nicht so in Schwung. Richtige Torchancen waren Mangelware. Entweder waren die Pässe zu kurz oder zu lang oder statt mal selbst aufs Tor zu schießen wurde noch ein Schritt mehr gemacht und der Ball war weg. So kam es, dass die Herthaner immer wieder in Ballbesitz kamen und wir nicht ins Tor trafen. Mit 0:0 ging es in die Halbzeit.                                                         Als nach ca. 60 Minuten das 1:0 von Gladbach gegen Bayern auf der Anzeigetafel erschien, brach ein Riesenjubel aus. Mensch, Schalker das ist die Chance, also nutzt sie.                Völlig euphorisch haben wir die Mannschaft angefeuert, aber es kam nicht zum Tor.        Dann kam die Meldung vom Ausgleich der Bayern. Die Fans wurden langsam ungeduldig und die Nerven lagen blank. Irgendwie musste der Ball doch ins Tor gehen und die so wichtigen drei Punkte eingefahren werden.

Dann kam die 87. Minute. Herthas Keeper Drobny konnte einen Schuss aufs Tor nur nach vorne schlagen und Heiko Westermann stand genau richtig und brachte den Ball ins Tor. Riesenjubel brach aus. Nach vorne, nach hinten überall wurde abgeklatscht, fremde Leute wurden geknutscht und umarmt.                                                                                      Nur noch ein paar Minuten bis zum Abpfiff, jetzt bloß nichts mehr riskieren.                 Alles wird gut.                                                                                                            Trotz eines schlechten Spiels haben wir dank der tollen Paraden von Manuel Neuer die wichtigen drei Punkte geholt.

Mit sieben Punkten Vorsprung auf Platz drei haben wir die Champions League sicher,           d. h. in der nächsten Saison können sich Ch. Ronaldo und Messi unsere Donnerhalle von innen ansehen.

Auf der Fahrt zum Hotel hätte ich mir daher ein bisschen mehr Stimmung gewünscht, aber wahrscheinlich hatten alle ihre Kräfte im Stadion verpowert.

Unser Hotel war zwar klein, von den insgesamt 33 Zimmern haben wir die meisten belegt, aber es war gemütlich und das Personal war sehr nett. Die Zimmer waren sauber und wir hatten alles, was wir brauchten. Nachdem die meisten ihr Zimmer bezogen hatten, stand der Abend zur freien Verfügung.

Einige fuhren zum Kurfürstendamm und besuchten das berühmte Hard Rock Cafè.            Eine andere Gruppe machte einen Abstecher zur Gedächtniskirche und bummelte zum legendären KDW.                                                                                                              In Berlin gibt es eine Kultkneipe, die „Klo“ heißt, wo das Bier aus Urinflaschen, wie man sie aus dem Krankenhaus kennt, getrunken wird. Wer’s mag, ok. Einige haben dort ihren Spaß gehabt.

Wie auch immer der Abend verbracht wurde, am nächsten Morgen waren alle rechtzeitig beim Frühstück und wir konnten pünktlich gegen 10.30 Uhr die Heimreise antreten.

Allerdings sind wir nicht auf direktem Weg zurück gefahren. Unser Busfahrer hat uns zum Berliner Hauptbahnhof gebracht und wir hatten noch einmal Gelegenheit für zwei Stunden ein paar Eindrücke von Berlin zu bekommen. Das meist angestrebte Ziel waren der Reichstag und das Brandenburger Tor. Hier wurden jede Menge Fotos geschossen.                                Es gab auch viel zu sehen, z. B. interessant verkleidete Leute, Straßenmusiker oder urige Fahrzeuge.

Was am Vortag bei der Fahrt vom Stadion zum Hotel an Stimmung fehlte, war auf der Rückfahrt alles da. Die letzten mitgebrachten Schnapsflaschen wurden verteilt und geleert und unser Getränkebestand wurde bis auf die letzte Flasche vertilgt.                                 Über 440 Flaschen Bier und Biermixe und 46 kleine Fläschchen Likör sind draufgegangen.

Gegen 20 Uhr sind wir, vielleicht ein bisschen erschöpft, aber heile und gesund in Hamm angekommen.

So schnell geht ein Wochenende rum, auf das wir ewig gewartet haben.                               Mein Fazit: Berlin ist immer eine Reise wert – in jedem Sinn.

BWG Iris

 

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