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Es war noch dunkel, aber frohen Mutes und mit reichlich von Susi und Irmi organisierten Proviant, bestiegen in der Nacht von Freitag 30.3. auf Samstag 31.3. 18 unentwegte Attacke-Fans (mehr Karten gab es leider nicht) den Bus um in Richtung bayerische Landeshauptstadt zu fahren und dort ihren S04 beim noch amtierenden Titelträger kräftig zu unterstützen. Die Fahrt ging zügig voran, zur Auflockerung gab es zwischendurch ein kleines Quiz als Gehirntraining, das am Ende Katharina R. für sich entschied, Platz zwei belegte Jürgen F. und Platz drei ging an den da noch zehnjährigen Kevin Neumann. Irgendwann wurde es hell und wir befanden uns mitten im Weißwurst-Land. Bei der letzten Rast hatten wir dann mit der Hotelführung abgeklärt, das wir sofort zum Stadion fahren, und erst nach der Partie einchecken. Ein paar Mettwürsten, Frikadellen, Brötchen, Pils, Cola und Kaffee später lag sie vor uns, dieser aufgepumpte Fahrradreifen, so als hätte man dieses ausgediente Gummiteil, offiziell heißt es ja „Arroganz“, äh sorry, „Allianz-Arena“, einfach zwischen Schotterhaufen und Sträuchern entsorgt und achtlos liegengelassen, kommt einem ja irgendwie bekannt vor. Passend zum Wetter präsentierte sich die Farbgestaltung des von außen wie mit Cellofantüten umwickelt wirkendes Gehäuse. Sehr viel tristes Grau, ein dunkles für den Servicebereich und ein helles für die Sitz, bzw. Stehplätze. Das Angebot von Speisen und Getränke war schon ok, im Schnitt halt alles etwas teurer als bei uns in der Arena. Super allerdings, und das ist ein echtes Highlight. Konzipiert als Einbahnstraße. Man geht hinein, kann im ersten Abschnitt die großen Geschäfte erledigen, im zweiten die kleinen(bei den Männern), und am Ende, kurz vor dem Ausgang, hallo!!!, die Handwaschbecken. Also praktisch kein Gegenverkehr und kein Gedränge im WC, und, aufgepasst!!, wer nach kurzer Zeit wieder da heraus gekommen ist wo er hineinging, der hat sich auf keinen Fall die Hände gewaschen, ging ja nicht, den die Waschbecken sind ja? Genau!! Zum Spiel selbst gibst ja nicht viel zu erzählen. Negativer Höhepunkt: die Glanzauftritte von dem Twenkiller aus der P1 und dem Pfeifenheini samt seinen Lakaien vom DFB. Interessant war noch zu beobachten, wie sechs Bayernspieler beim Auslaufen ungläubig staunend Richtung Schalker Kurve blickten wo die Anhänger der Blau-Weißen noch Minuten nach Spielende kräftig weiter sangen. Nach dem wir endlich den 15€ teuren Busparkplatz verlassen hatten nahmen wir Kurs auf unser Hotel. Nicht ganz so einfach in der Fremde mit nicht ganz so aktuellen Kartenmaterial. Also noch mal Fahrradreifen von links bestaunen, noch mal von rechts, und irgendwann hat es dann geklappt, bis kurz vor das Hotel. Irgend ein Schlingel hatte doch Feldmoching-Ost oder Nord oder so ähnlich, da war das Hotel, nicht in die Karte eingezeichnet. Nach einer kleinen Ortsbesichtigung mit Bus in den Plänen vor Stoiber-Main-Town war es dann endlich geschafft, das Hotel! Zimmerverteilung ging flott, und Abends dann mit drei Taxen zum nächsten Erlebnis ins Dorf. Nun muß man ja nicht glauben, das die einer 1,4km langen Strecke zur „ Fliegerklause“ im Ort von einem Taxiunternehmen auch einen einheitlichen Preis hat, weit gefehlt. Es begann im ersten Taxi bei 6,30, das zweite 6,60, und das dritte, vielleicht weil der Vorsitzende drin saß, 7,40€. Seltsam das Ganze, na ja wir wollen uns dazu nicht weiter äußern, denn so richtig verstehen würden sie uns ja wohl nicht, rein dialekttechnisch gesehen. Die Klause selbst urig, mit einem alten Flieger unter der Decke und anderen Sachen die zur Fliegerei gehören, und das Ritual was sich jeden Abend um 22.00Uhr dort abspielt. Die Kellnerinnen verteilten eine Faltanleitung für Papierflieger und ein Blatt mit dem Liedtext von „Flieger grüß mir die Sonne“ in der Version von der Band „Extrabreit“. Dann ging das licht aus, aus den Boxen ertönten Originale aus dem Fliegerfilm mit Heinz Rühmann, und die ersten Fluggeräte schwirrten durch die Luft, das Originallied erklang, dann die „Extrabreit“-Version und es herrschte riesen Flugverkehr über den Tischen, Köpfen usw. Mit ende der Musik flammte das Licht wieder auf und der Boden war übersäht mit abgestürzten Papierjets. Zurück mit dem Taxi die spannende Frage, was zahlen wir jetzt? Die erste Tour ließ den Fahrer erst gar nicht ausreden, und legte den Preis auf 6,50 fest. Unsere Truppe im Großraumtaxi hielt 100m vor dem Hotel und zahlte auch 6,50€, das zum Thema Taxi fahren. Sonntag, 1. April, Frühstück und der kleine Kevin feierte seinen 11. Geburtstag. Auschecken und pünktlich um 11.30Uhr, großes Lob an die Truppe, ab zur nächsten Station, die Bavaria-Filmstudios in Geiselgasteig, Fahrzeit normal ca. 45 min. unser Termin führ die Führung war 13.10Uhr. Anfangs alles noch planmäßig, der Busfahrer und „Kartenleser“ Detlef Natter hatten alles im Griff. Vorbei ging es am alten 60er Stadion an der Grünwalder Straße und einer wunderschönen Seniorenresidenz. An einer Aral-Tanke vorsichtshalber noch einmal nach dem Weg fragen und Schalen kaufen, die waren angeblich schon ausverkauft ,na ja. Stolz mit dem Wegezettel in der Hand mussten wir dann umdrehen und zurück fahren, alles vierspurig. Wieder vorbei an der Residenz und dann rechts. Irgendwann ging es nicht mehr weiter. Die Brücke über die wir mussten, war nur für drei Tonnen zugelassen, und „außerdem müssts ihr über die Isar drüber, gell, und dann obi und aufi und hasse-nich-gesehn“ in die andere Richtung. Mittlerweile 12.50Uhr, aber noch am anderen Ende der Welt. Irgendwie drehen mit dem großen Teil und los, und siehe da, unsere Residenz, wunderschön anzuschaun, und noch mal das 60er Stadion, und dann waren wir richtig. Unser Busfahrer, der schon drei mal dort war, brachte uns endlich um 13.20Uhr zum Ziel. Bei der Führung sahen wir die Original-Kulissen von „Das Boot“, Dem Sci-Fi-Film „Enemi Mine“, „Asterix“, „Raumschiff Surprise“, bei dem ein paar Besucher eine Scene gespielt haben die dann in das Original geschnitten wurde. Wie Übertragungen aus einem Stadion gemacht werden wurde uns auch gezeigt und Peter Teschner(Bildschürze) und Rainer Aschmoneit(Bildregie) durften an einem original Mischpult mitmachen. Die Abschließende 4-D-Fahrt mit einer simulierten Achterbahnfahrt in einer Mine brachte uns eine zischelnde Schlange bis direkt vor die Nase und bei rasender Fahrt flatternde Fledermäuse um die Ohren. Nach einem kurzen Imbiss bei McD startete unser kleiner Troß bei herrlichen Wetter wieder Richtung Heimat. Erstaunlicherweise ohne Probleme, ohne irgendwelche Abkürzungen die wir niemals fanden und zum dritten mal „Howard Carpendale live“ zur Entspannung, trafen wir sicher um ein Uhr Nachts bei „Möppel“ ein, wo unser Vereinswirt Erke uns bereits erwartete. Also mal ehrlich, Cellofan umwickelte Fahrradreifen die auf Schotter herumliegen, Drei-Preis-Kategorie-Taxi-fahren brauchen wir nicht, und für ne Seniorenresidenz im Grünen sind wir noch zu jung, nee, dann lieber hier im Pott und mit volle Pulle die nächste Attacke mit „Attacke Hamm“.
Tüsskes, bis die Tage
BWG Rainer
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