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Berichte Hamburgfahrt
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                                         Meine erste Auswärtsfahrt

Rouven und ich sind noch nicht ganz ein Jahr Mitglied im Fanclub und erlebten unsere erste Auswärtsfahrt.

Es ist Sonntag, 19.10.08 und es geht nach Hamburg. Um sechs Uhr früh soll es ab unserem Vereinslokal „Möppel“ losgehen.

Der Bus ist da, die Plätze reserviert und jede Menge Proviant  für unterwegs ist verstaut.

Alle da – dann kann’s ja losgehen. Nee, einer  fehlt.  Anton. Ja wo bleibt der denn. Versuche, ihn telefonisch zu erreichen, scheitern. Also fahren wir ohne ihn los. Später  stellt sich heraus, dass Jürgen statt Anton, die Nummer von Alfons angerufen hat. Tja und der hat sich nicht gemeldet.

Die Stimmung im Bus ist trotz der frühen Stunde sofort gut. Neben Kaffee, Sekt und Bier gibt „Attacke-König“ Lüdden schon früh einen Geburtstagsumtrunk.

Ausser dass wir das Dorf Achim zweimal sehen dürfen, weil sich unser Fahrer verfahren hat, verläuft die Fahrt ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Eine Sache war da doch noch. Eine Pippi-Pause musste Birgit auf nur einem Bein hüpfend mitmachen. Einer ihrer Schuhe war nämlich weg. Na wo war der denn? In einem unbeobachteten Moment hatte Heiko ihr diesen versteckt.

Endlich um kurz nach 12 sind wir dann am Stadion Parkplatz angekommen. Mit der S-Bahn sind wir zu den Landungsbrücken gefahren. In mehreren Grüppchen wurde die Zeit bis 14.30 Uhr verbracht. Einige machten eine Hafenrundfahrt, andere erkundeten die Gegend zu Fuss.

Ach ja, und dann haben wir dort auch noch jemand Bekanntes getroffen. Den Anton. Der war nämlich nachdem er ausgeschlafen hatte (oder auch nicht) mit dem Zug hinterher gefahren.

Mit der S-Bahn ging’s dann zurück zur HSH Nordbank Arena. Von aussen sieht die gar nicht so schlecht aus. Aber von innen. Alles offen, mit Zäunen (wie Bauzäune) abgesperrt, dadurch ziemlich kalt und zugig. Auch ein Manko -  es gibt zu wenig Toiletten. Es geht doch nichts über unsere Donnerhalle.

Das Spiel selbst sah nach der ersten Halbzeit für uns leidgeplagte Schalke-Fans nicht so rosig aus. Zu unserem Glück führten die Hanseaten nur mit 1:0. Die zweite Hälfte verlief dann besser und dank Manuel Neuer und Benni Höwedes konnten die Blau-Weissen einen wichtigen Punkt aus Hamburg mitnehmen.

Gegen 20.00 Uhr traten wir dann die Heimreise an. Da noch nicht wissend, welch krönenden Abschluss diese Fahrt noch haben sollte.

Irgendjemand, ich weiss nicht ob es Jürgen war, hatte die Idee, eine Rast an einem Autohof mit McDonalds einzulegen.

Einige holten sich Big Mäcs, Burger, Pommes oder was der Laden sonst noch bietet, andere warteten einfach auf die Weiterfahrt. Doch plötzlich kam Tumult auf. Was war los?

Der Mannschaftsbus vom FC Schalke parkte direkt hinter uns. Spieler wie Höwedes, Jones oder Rakitic gingen auch zu McDonalds. Neuer und Altintop holten sich lieber ein Sixpack Becks an der Tankstelle.

Und wir? Einige von uns (und nicht nur die jüngeren) waren völlig aufgekratzt, standen vor dem Bus und hofften Blicke auf Spieler wie Bordon, Kuranyi oder Asamoah zu erhaschen. Manche unterhielten sich mit Mulder oder Büskens. Als die Spieler von McDonalds kamen, haben sie sich trotz vollgepackter Tüten mit uns fotografieren lassen. Es war schon klasse. Wann hast du nochmal so eine Möglichkeit?

Als wir dann weiterfuhren, war die Stimmung im Bus auf Hochtouren. Wir sangen Schalke-Lieder und hatten erstmal nur noch dieses eine Thema. Es dauerte eine Weile bis sich die Gemüter der meisten wieder beruhigt hatten.

Ohne weitere Zwischenfälle kamen wir schließlich gegen 0.30 Uhr wieder wohl erhalten bei unserem Vereinslokal an.

Es war meine erste Auswährtsfahrt – aber sicher nicht meine letzte. Der Spaßfaktor war riesig, wir waren eine tolle Truppe.

Danke nochmal an den, der unbedingt zu McDonalds wollte.

BWG

Iris Kuchinke

 

                                             Ein Tag in Hamburg…

Hier eine kleine Zusammenfassung unserer gemeinsamen Fahrt zum Auswärtsspiel  Schalke gegen Hamburg:

Für mich begann der Tag schon um 04:30 Uhr, da ich noch einiges für unser gemeinsames Frühstück vorbereiten wollte. Nachdem mein Korb gepackt war, holte mich Birgit auch schon ab und wir machten uns auf den Weg zum Bäcker, der dank Birgit schon um 05:30 Uhr unsere 60 Brötchen fertig gebacken und eingepackt hatte.

Angekommen bei Möppel waren schon einige da…Unserem Geburtstagkind wurde erst gratuliert und dann folgte die Aktion “Kisten-aus-dem-Keller-in-den-Bus-tragen“. Die flüssige Versorgung war auch mit drin.

Plötzlich macht sich lautstark aus der Ferne unser Kevin bemerkbar, der in der vergangenen Nacht auf Tour war und direkt von dort aus zum Treffpunkt eilte (das ist Disziplin!). Wie immer gut drauf- wir hofften er kann gleich gut schlafen, um dann zum Anstoß wieder fit zu werden. Es wurde sechs, und es wurde nach sechs und… es fehlte Anton- wo war Anton? Jürgen versuchte ihn wach zu telefonieren, leider ohne Erfolg. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Jürgen eine Wachmeldung nicht auf Antons Mailbox sprach, sondern die falsche Nummer wählte. So sind wir dann leider ohne Anton losgefahren. Wir (ich natürlich auch) machten es uns mit heißem Kaffee im warmen Bus gemütlich,    da kam auch schon Andrea mit dem Sekt zum wach werden im Gepäck. Kurz danach grummelten auch schon die Bäuche und der Hunger war da. Unsere frischen Brötchen, Mettwürstchen (total lecker, die besorgte Brigitte!), unsere Iris hatte sage und schreibe 50 Frikadellen gebraten, mehrere Kannen Kaffee, all das kam jetzt zum Einsatz. Eigentlich war die Rede von Selbstbedienung, aber das war für unseren Hinterbus ein Fremdwort. Birgit und ich (Doris) versorgten mit belegten Brötchen, mit geschnittenen Tomaten und Gurken, sowie Frischkäse (ich muss an dieser Stelle anmerken- ohne mich loben zu wollen: der war sehr gefragt!). Um ein bisschen Sauerstoff zu tanken und um den menschlichen Bedürfnissen nachzugehen, machten wir eine Pause, bauten unser Frühstücksbuffet auf und in einer gemütlichen Runde schmeckten die Brötchen und der Kaffee doppelt so gut. In der Zwischenzeit hat sich auch unser Anton gemeldet, der leider noch mal Geld investieren musste, um nach Hamburg zu kommen. Er nahm den ICE und wollte uns Vorort an den Landungsbrücken treffen. Die Stimmung im Bus war super und sie wurde noch besser, als wir feststellten „Sind wir nicht hier schon mal hergefahren???“-       „Ja, klar!“ Weil es so schön war machten wir´ s einfach noch mal. Naja, kann passieren- „Gibt schlimmeres“. Die Vorfreude auf das Spiel wurde bei mir immer größer, als wir durch den Elbtunnel fuhren und auf der Suche nach unserem Parkplatz waren. Der geeignete Platz war gefunden und wir machten uns geschlossen auf den Weg zur Landungsbrücke. Die Verbindung mit der     U-Bahn war gefunden und kurze Zeit später und ein paar Stationen weiter war unser Ziel erreicht. Wir waren im Hafen! Dort machten wir ein paar schöne Aufnahmen und besprachen alles Weitere. Einige machten eine Hafenrundfahrt mit, andere machten sich zu Fuß auf den Weg um ein leckeres Fischbrötchen zu essen. Wieder Andere, so auch ich, begaben sich auf den Weg zum Elbtunnel, der zurzeit umgebaut wird. Um 15.00 Uhr trafen wir uns wieder- auch unser Anton war angekommen- und machten uns auf den Weg zum Stadion.

Ich freute mich, dass es endlich so weit war, das Stadion ist in Sicht! Ich muss ehrlich sagen- es zog dort wie Hechtsuppe und zwar von allen Seiten, aber egal. Wir hatten unsere Sitzplätze gefunden und das Spiel begann. Die Stimmung im Block war o.k., aber für mich persönlich steht fest: Auf Schalke ist auf Schalke!

Trotz unserer Unterstützung und der Mühe unserer Jungs fiel das Tor gegen    uns. Wir lagen zurück. Das einzige, was uns ein bisschen tröstete waren die mitgebrachten Weingummis und das Bier (eins kaufen, zwei bekommen- aber nur eine Stunde vor Anpfiff. Das war nicht verkehrt!). Die Mannschaft gab alles und wir konnten jubeln! Benny Höwedes hat´ s gemacht! Der Auswärtspunkt war uns sicher. Juhuuu!

Ein wenig müde aber zufrieden machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz, der weiter weg war als ich dachte... Dort angekommen, tauschten wir noch unsere Emotionen und Eindrücke aus und als alle mit Pipimachen und Rauchen fertig waren, machten wir uns auf den Rückweg.

Birgit, Iris und ich zogen unsere Schuhe aus und machten es uns gemütlich. Kurz hinter Hamburg hieß es dann auf einmal: „Rast zum Pipimachen und zum Naschen bei Mc Donalds“. „Oh Gott“, habe ich mir gedacht, „warum müssen die immer pinkeln und rauchen? Ich will nach Hause und nur noch ins Bett“. Auf der Raststätte angekommen, dachte ich mir noch: „Hoffentlich sind die alle schnell fertig und satt!“. Plötzlich rief jemand: „Hinter uns steht der Mannschaftsbus!“ „Alles klar“, dachte ich mir, „toller Scherz!“ Ich drehte mich um und: Tatsächlich, auf einmal stand er da. So schnell, und das ohne Schuhe, war ich schon lange nicht mehr. Mit meinen Schuhen in der Hand stand ich da und glaubte meinen eigenen Augen nicht: Als erster Spieler stieg Altintop aus dem Bus und lief zur Tankstelle, es war wie im Film. Jeder suchte seinen Fotoapparat um diesen wahnsinnig unfassbaren Moment in Bildern fest zu halten. Unser Torschütze Benny Höwedes und J. Jones gingen mal eben zu Mc Donalds. Unsere Jungs auf einmal so nah- das ist irre! Zurück kamen sie mit vollen Tüten, die auch auf die Bilder kommen sollten. Sich mit uns ablichten zu lassen schien nicht als Störfaktor. Mike Büskens hatte ein offenes Ohr für uns, genau wie Yuri Mulder. Auch die beiden kamen mit aufs Foto. Nachdem sich die Situation wieder beruhigte und die Spieler wieder in den Bus gestiegen und weggefahren sind, bewegten auch wir uns wieder zurück in unseren Bus. Die Müdigkeit löste sich in Luft auf. „Oh Gott“, dachte ich, „Zum Glück mussten sie alle pinkeln und rauchen“- Glaubt mir eins: ich werde euch deshalb nie wieder böse sein! Vor lauter Freude und Aufregung habe ich telefonisch schon die ganze Familie in Hamm aufgeklärt, was mir gerade widerfahren ist. Die Stimmung im Bus war gigantisch! Es wurde nur noch lautstark gesungen und gefeiert. E-Mail-Adressen wurden ausgetauscht um die Fotos herumzuschicken.

Das war meine erste Auswärtsfahrt, aber eins weiß ich bestimmt: das war sicher nicht die letzte- Es war der Beginn einer Reihe toller Erfahrungen!

Hinterbus, Organisatoren der Fahrt und an alle Mitfahrer und Mitfeiernde, danke für diesen tollen Tag! Ich spreche im Namen aller wenn ich sage, es war spitze!

Eure Doris

 

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