|
Es ist Dienstag der 8. April 2008, 5:00 Uhr morgens als die 2 Schalker (Horst und Erke) den kleinen Italiener Ingo in Pelkum abholen. Alle drei wollen nach Barcelona, wo der F.C. Schalke 04 sein Champions League Viertelfinal Spiel austragen soll. Das Hinspiel ging leider mit 0:1 verloren, also waren die Chancen auf ein weiterkommen nicht gerade groß….aber egal, echte Schalker stört das nicht und so ging es also los. Richtung Frankfurt.
Hier erstmal die geplanten Eckdaten: 10:50 Uhr Abflug von Frankfurt nach Amsterdam. 14:00 Uhr Abflug von Amsterdam nach Barcelona. 16:30 Uhr Ankunft in Barcelona. Aufenthalt bis Donnerstag den 10. April im Hotel „Commercio“ 10:30 Uhr Abflug von Barcelona. 13:00 Uhr Abflug von Amsterdam 15:30 Uhr Ankunft in Frankfurt
Für diesen Trip haben die Schalker 274 € pro Person bezahlt. (plus Eintrittskarte 72 €) Doch es kam alles ganz anders.
Wir fuhren also in Richtung Frankfurt. Alles lief super, freie Autobahn, relativ schnelles Auto und gute Laune. Gegen 7:15 Uhr waren wir kurz vor Friedberg (ca. 40 km vor dem Flughafen) Ich höre Erke noch sagen: „ Bis jetzt lief ja alles super, kein Stau…nichts.
…..das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre wenn wir in einen Riesen Stau kommen würden. Sonst können wir uns noch ein paar Bierchen am Flughafen gönnen, nicht wahr Horst?“ Kaum hatte er es gesagt, sah man schon vorne rote Bremslichter. So ein Mist, na ja ein kleiner Stau wird uns schon nicht aufhalten. Ganze 3 Minuten später, schalten wir das Radio an, wo wir mit entsetzten hören mussten: „Autobahn A3 Kassel in Richtung Frankfurt 16 km Stau“ Uff…Scheiße…was machen wir jetzt.„Keine Panik“, sagt Erke „das geht schnell. Außerdem haben wir noch Mega viel Zeit“ Es ging aber wirklich sehr langsam vorwärts. Gegen 8:15 Uhr wurde dann auch Erke nervös…also ab auf den Standstreifen und Vollgas.Doch einige LKW Fahrer begriffen die Situation nicht und scherten aus um uns auszubremsen. Also wieder rein, überholen und wieder auf den Standstreifen.So kamen wir tatsächlich innerhalb von nur 30 min ganze 4 km weit. Scheiße, das schaffen wir nicht. Das Navi von Ingo zeigte eine mögliche Ausfahrt an, also hin…leider war es eine Raststätte mit einem Personal Zugang…wollen wir es riskieren…nein lieber nicht. Dann wäre der Führerschein weg, wenn die uns erwischen, dann lieber Standstreifen. Also ging es mal schnell, mal im Schneckentempo weiter.
…..das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre wenn wir den Flug verpassen.
Erke: „Ich rufe mal bei der Reiseagentur an, um zu erfahren was wäre, wenn wir den Flug verpassen sollten.Erke telefoniert während des Fahrens: „ Ah..ja…ok…mmmhhh…aber ist es nicht möglich..aha..ja ok, danke. Tschüss. Wenn wir den Flug nicht kriegen, können sie nicht umbuchen, dann haben wir also ein Problem. Verdammt ich ruf mal beim Flughafen an, vielleicht hat ja der Flug Verspätung. Hast du die Nummer vom Flughafen Ingo?“ Ingo: „Nein, ruf doch die Auskunft an.“ Erke: „Wie ist denn die Nummer der Auskunft?“ Ingo: 11…0…88..11..00…keine Ahnung, verdammt was hat die dumme Feldbusch nur immer gesagt. 11 Freunde müsst ihr sein und bei 0 Ahnung frag ich meine Oma die 88 ist.“ Erke: „Ja genau so war das.“ Also Handy raus und wählen. 11088 Stimme am Handy: „Notrufzentrale, was ist passiert?“ Erke: „Notrufzentrale…bin ich da nicht am Flughafen Frankfurt? Oh da hab ich mich verwählt, entschuldigung. Verdammt…die Nummer fing mit 110 an, also bin ich bei der Polizei gelandet.“ Also war es dann doch wohl die 11880. Als wir dann mit dem Flughafen verbunden wurden, konnten die uns leider nicht weiterhelfen. 9:00 Uhr…uii das wird jetzt aber eng. Also nächste Abfahrt runter…Friedrichsdorf ! Leider haben sich das wohl auch hunderte vom anderen Autofahren auch gedacht. Kein Durchkommen, immer nur Schritttempo. 9:30 Uhr….was machen wir jetzt.
…..das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre das wir das Auto irgendwo abstellen müssen und mit dem Zug zum Flughafen fahren müssen.
Erke: „Zur aller Not fahren wir irgend einen kleinen Bahnhof an, stellen das Auto dort ab und fahren mit der Bahn zum Flughafen. Gesagt getan, denn es ging ja kaum weiter. Also waren wir in dem idyllischen Seulbeck, ein schönen kleines Städtchen am Rande von Frankfurt. Raus aus dem Auto und schnell zur S-Bahn Station, Ticket für 3,90 € gelöst und die Bahn kam auch sofort. Jetzt muss es aber schnell gehen. Frankfurt Hauptbahnhof 10:00 Uhr Die nächste Bahn zum Flughafen fährt um 10:17 Uhr, Ankunft Flughafen 10:45 scheiße, dass schaffen wir nicht. Also raus zum Taxi-Stand. „Das gibt’s doch nicht“ sagt Horst! Eine Schlange von ca. 30 Personen die ein Taxi wollen. Aber man muss ehrlich sagen, es ging schneller als man denkt. Also saßen wir gegen 10:15 Uhr im Taxi. Ein netter sympathischer, türkischer Fenerbahce Fan fragt: „ Wo soll es hingehen?“ Horst: „Frankfurt Flughafen…schnell !!! Unser Flug geht um 10:50 Uhr.“ Taxi-Fahrer: „ Seit ihr wahnsinnig, das schafft ihr nie, aber versuchen können wir es.“ Wir wussten da noch nicht, dass wir wohl im Wagen des Teufels sitzen. Er hat wirklich alles versucht, damit wir unsern Flug noch kriegen. In der Frankfurter Innenstadt, wo 50 km/h erlaubt waren, raste er mit 90 km/h in Richtung Flughafen.Schlimmer wurde es aber etwas Außerhalb von Frankfurt.Erlaubt war 100 km/h, was den Taxi Fahrer nicht davon abhielt mit 180 km/h zu „brettern“. Krankhaft und völlig von Angst zerfressen hielten wir uns noch irgendwo fest. Während der Fahrt wurden auch immer wieder andere Autofahrer von Taxifahrer angepöbelt: „ Fahr du Idiot. Ist bestimmt eine Frau, merkt man sofort wie die fährt.“ Von einem Rechts - Überhol Verbot hatte er wohl auch noch nie was gehört, aber egal, wir mussten ja schnell zum Flughafen. Kurz vor dem Flughafen stand ein Partner Taxi mit einer Auto Panne am Straßenrand und bat um Hilfe. Taxifahrer: „Ich kann nicht, du Idiot, die Jungs müssen zum Flughafen.“ Also mit 120 km/h an ihm vorbei gedüst. Direkt vorm Flughafen Terminal 2 angekommen ging er scharf in die Bremsen, ein lautes Geräusch kommt von hinten…ein kratzendes, schabendes Geräusch. Ingo: „ Was war denn das?“ Taxifahrer: „Ach ich bräuchte mal wieder neue Bremsen, die sind völlig abgefahren. “Ein kalter Schauer lief uns den Rücken runter. 27 € bezahlt und schnell raus aus dem Höllen Fahrzeug. Rein in den Flughafen, schnell zum Schalter, wo eine nervige alte Dame sich lautstark über ihren Flug beschwerte. Ingo fiel ihr einfach ins Wort: „ Kriegen wir den 10:50 Uhr Flug nach Amsterdam noch?“ Info Tussi: „ Nein, keine Chance!“ Ist ja auch verständlich, es war auch schon 10:30 Uhr und da kann man nicht einfach 3 Schalker reinlassen….(Falls es nicht deutlich genug war, das war IRONIE) Nachdem die ältere Frau endlich fertig war mit ihrem Anliegen (Nerv) waren wir dran. Tussi: „Tut mir Leid, der Flug ist weg.“ Ingo: „Können wir nicht noch schnell rein, der Flieger ist doch bestimmt noch da.“ Tussi: „ Das ist hier kein Busbahnhof, wo man noch schnell noch einsteigen kann.“ Ingo: „Ich zahle auch ein wenig mehr als für einen Bus.“ Erke: „Dann nehmen wir ein Billig Flieger, direkt nach Barcelona. Den Rückflug haben wir ja noch.“ Tussi: „ Da täuschen sie sich, wenn der Hinflug nicht angetreten wird, verfällt der Rückflug.“ Alle 3: „ WAAAAAS. Aber wir haben doch bezahlt.“ Tussi: „Tut mir Leid, das ist aber so, das machen alle.“ Erke: „ Nicht mit uns….ich rufe bei der Reise Agentur an. Aha…ja…aber…das geht doch nicht…das wird noch Folgen haben. Wir wollen jetzt ein günstigen Flug nach Barca, ansonsten hören sie von meinem Anwalt.“ Wir bettelten und flehten. Uns wurde ein Flug angeboten mit der „Air France“ über Paris. Für 500 € oder mit der Lufthansa für 800 €. Spotbillig, oder? Als wir dann noch ein wenig bettelten und sagten das wir Schalke Fans sind….oh Wunder, da gibt es noch eine Möglichkeit. Flug nach Amsterdam um 15:00 Uhr und dann von Amsterdam nach Barca um 21:15 Uhr. Alles für ein Zuschlag von 115 € pro Kopf. Da wir keine Lust hatten die insgesamt schon bezahlten 340 € zu verlieren, sagten wir zu. Also hatten wir knapp 4 Stunden Aufenthalt im schönen Terminal 2 vom Frankfurter Flughaben. So jetzt erstmal Frühstück…und ein Bier natürlich, war ja auch schon 11:30 Uhr.War ja auch sehr günstig….nur 4,95 € für ein Bier, wer da nicht zuschlägt ist selber Schuld.
Danach gingen wir zu MC. Donalds, ist bestimmt günstiger…na ja ging so. Aber wenigstens was Warmes im Magen. Gegen 12:00 Uhr kam Sascha dann zu uns, er arbeitet im Flughafen und fliegt selber am nächsten Tag nach Barca. 14:50 Uhr Bording Time. Endlich geht’s los.
…..das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre wenn es jetzt ewig lange dauern würde.
Doch erstmal geht es zu Passagier Kontrolle. Während Erke keine Probleme hatte und locker durchging, hatten Horst und ich größere Probleme. Horst seine Hose war mit Nieten überseht, die der Kontrolleur nicht sah und immer wieder ein lautes Piepen kam. Kontrolleur: „ Haben sie mal einen Unfall gehabt und haben nun Metall im Knie oder ähnliches?“ Horst: „Nein.“ Nervosität machte sich bei Horst breit. Ich konnte mir ein breites Grinsen nicht verkneifen und stand ein paar Meter entfernt und sah zu wie Horst immer wieder mit dem Metall Detektor abgetastet wurde. Als sie dann endlich drauf gekommen sind, das die Nieten dran Schuld sind, dachte ich mir…endlich geht’s weiter. Von wegen…. Sicherheitsbeamtin: „Sorry Sir, Is this your Jacket“ (Gehört die Jacke Ihnen?) (Im kalten Deutschland war es nötig eine etwas dickere Jacke zu tragen) Ingo: „ Ja das ist meine, sie können ruhig deutsch sprechen.“ (Ich wurde dauernd auf Englisch angequatscht, weil mein Italienischer Pass wohl den Leuten das Gefühl gab: Der Dicke spricht kein Deutsch.) Sicherheitsbeamtin: „Folgen sie mir bitte zur Sprengstoff Untersuchung.“ Ingo: „Schluck….“ Meine Jacke wurde dann mit irgendeinem Mittel eingesprüht und eingerieben, bevor sie dann in eine große Maschine nach Sprengstoff untersucht wurde. Kein Befund !!!
Im Flugzeug gab es dann auch lecker Essen. Eine kleine Tüte mit Tuck Keksen (in den verschiedenen Formen) und ein Schoko Keks….mmmhhh Wahnsinn !!! Nach 50 min. Landung in Amsterdam. 4 Stunden warten auf den Anschluss Flug….gähn! Aber bei lecker Frittjes und Fleisch Frikadellen aus dem Automat verflog die Zeit. …..das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre wenn wir Probleme beim einchecken hätten.
20:25 Uhr Bording Time….und wieder hatte Horst das Hosen Problem. Horst: „ Verdammte Scheiße, beim Rückflug ziehe ich mir meine Jeans an!“ Durch leichte Turbulenzen wurde das Flugzeug beim Start ein wenig durchgeschüttelt. Aber wenigstens waren die Sandwichs lecker. 23:20 Uhr Ankunft in Barcelona. Gepäck geholt und ab zum Taxi.
…..das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre das wir ewig lang zum Hotel brauchen.
Und so war es dann auch, denn die Taxi - Fahrerin hatte noch nie was von unserem Hotel gehört. Aber nach langen Funkgesprächen mit der Zentrale wurde das Hotel dann doch noch gefunden. Das Hotel…na ja wie soll man es beschreiben, es lag in einer ziemlich engen Gasse direkt an der „Las Ramplas“ Die große Einkaufsstrasse in mitten von Barcelona. Also die Lage hätte eigentlich nicht besser sein können. Rauf aufs Zimmer…..ein 10 qm großes Zimmer mit 3 Betten voll gestellt. TV an der Wand, aber ohne Antenne Kabel und Fernbedienung…das kostete extra. Der Balkon…nein es war eine Terrasse….mindesten 1 qm groß und die dicke Klimaanlage drauf, also konnte man nur höchstens ein Bein draufstellen. Schlafen gehen….Quatsch…es ist doch erst 0:30 Uhr. Gehen wir noch irgendwo ein Bier trinken. Die Strassen waren noch voll mit anderen Schalke Fans. Wir fanden eine schöne, abgelegene und gemütliche Kneipe direkt hinter unserem Hotel. Wir genehmigten uns noch jeder ein Getränk, denn um 01:00 Uhr ist Sperrstunde. 0,5 l Bier: 6.30 €. 0,5 l Cola: 5,90 €. Aber dann war der Tag auch lang genug, ab ins Hotel und erstmal schlafen.
…..das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wenn wir nicht schlafen könnten.
Und so war es dann auch, denn es schien so als wenn nur wir schlafen wollten, der Rest von Barcelona wollte noch Party machen….direkt vor unserem Hotel….NERV!! Und da es immer noch angenehme 15 °C waren beschlossen wir die Nacht über die Balkon Tür offen zu lassen. Was sich als nicht so gute Idee ergab am nächsten morgen. Aber so ging dann doch ein Wahnsinns Tag endlich zu Ende. Wir stellten unsere Wecker auf 07:30 Uhr, da wir ja noch ein wenig von der Stadt sehen wollten, bevor um 11:00 Uhr am Hafen die große Schalke Party starten sollte. Wir wachten also auf und ob ihr es glaubt oder nicht…es war so Schweine kalt, man kann es sich nicht vorstellen. Es hatte sich in der Nacht so sehr abgekühlt, dass die dünnen Laken, die so was wie eine Bettdecke sein sollten, uns nicht wärmen konnten. Also freute ich mich um so mehr auf eine warme Dusche. Ich dachte mir noch. …. Das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre wenn es kein warmes Wasser geben würde.
Und so war es auch anfangs, es dauerte wirklich ca. 30 min bis warmes Wasser aus dem Duschkopf kam. Also lies ich es lange laufen und legte mich erstmal noch ein paar Minuten ins Bett. 3 Männer und ein Bad sind übrigens auch nicht zu vergessen. Aber egal, jetzt erstmal schön frühstücken. Wir also in den Frühstücksraum. Dort war ein Büffet aufgebaut das einfach einmalig war. Crossaits, Brötchen und süße Teilchen. Eine rote, eine gelbe Marmelade und Butter. DAS WARS. Die Joghurt seien laut Erke´s Aussagen „Mehr Chemo als lecker“ Und der Orangensaft…na ja schmeckte schon sehr ungewöhnlich. Egal, wir waren ja nicht zum frühstücken in Barcelona. Also raus in die Stadt. Wir schlenderten am Hafen entlang. Viele schöne Gebäude die wir nicht kannten. Wir gingen hoch zur Kathedrale, das schlimmste was jetzt noch passieren könnte wäre wenn sie geschlossen wäre.
Als wir ankamen….klar, sie war verhangen und wir haben nur auf der Plane abgebildet gesehen wie schön sie eigentlich sein müsste. Während der Erkundigung der wunderschönen Stadt wurde Horst mehrmals angesprochen ob er Haschisch kaufen möchte…warum fragen die Spaniern ausgerechnet einen Nichtraucher. Vielleicht lag es ja an der Nieten Hose.
Um 11:00 Uhr gingen wir dann zum Hafen zurück, um DIE Party zu feiern. Erstmal bei McDonalds stärken. (Big Mäc in Deutschland ca. 4 €, in Barcelona 6,30 €) Also blieb es bei einem Burger, einem kleinen günstigen Burger. Gegen 13:00 Uhr kam dann auch die Familie Farwick zum Hafen, ihr Flug landete gegen 12:30 Uhr in Barcelona. Die Party am Hafen war meiner Meinung nach nicht das wahre. Viele Schalker (u.a. der Tisch neben uns) nutzen die Party nur um sich mächtig zu betrinken und sich dann dermaßen auch zu benehmen. Also sind wir dann gegen 15:00 Uhr noch mal los um uns mit den Farwick`s die Stadt anzuschauen. Mitten auf der „Las Ramplas“ wurde Horst plötzlich von einem Schalker angesprochen. Schalker: „ Hey, du hast doch bei uns die Heizung eingebaut, wenn du wieder in Deutschland bist, komm mal vorbei, irgendetwas stimmt da nicht.“ Da fährt dieser Schalker 2000 KM um Horst das zu sagen. Anmerkung: Klinget es bei dir wenn ich sage: TELEFON ??? Erke und Horst hatten dann keine Lust mehr weiter zu laufen, also entschlossen sie sich wieder in unsere Stammkneipe „Alex“ zu gehen und noch was zu trinken bzw. zu essen. Ich ging mit den Farwick`s hoch zur verhüllten Kathedrale.Wir können wenigstens sagen, dass wir sie gesehen habe….mehr oder weniger. Um 17:00 Uhr mussten die Farwick`s wieder am Hafen sein, denn ein Shuttle Bus würde sie dann zum Stadion fahren. Ich ging zum Alex um dann mit Erke und Horst zum Station zu fahren. Da die beiden es nicht eilig hatten und trotz der schon verputzen Paella (1 Portion 13,90 €) noch zu Kentucky Fried Chicken wollten, entschied ich mich zum Hafen zu gehen und einfach im Bus mitzufahren. Ich meine… das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, das sie mich nicht mit in den Bus lassen.
Und so war es dann natürlich auch.Also musste ich wieder zurück in die Innenstadt um eine U-Bahn zum Stadion zu nehmen. Erke und Horst wollten dann auch endlich zum Stadion, sie wollten sich aber noch Flüssig Proviant besorgen. Also holten sie sich ein Six-Pack Bier. Die Stadt Barcelona hatte vorher darauf hingewiesen das es verboten sei in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Deshalb trank Horst sein Bier auch brav in der Empfangs Halle des Hotels aus…..Erke nicht. So wurde er auch nur nach ein paar Metern direkt von 2 Zivil Polizisten angesprochen und nach seinem Ausweis gefragt. Der eine Zivil Polizist trug ein Barcelona Schal, worauf hin Erke der Meinung war, dass es keine echten Polizisten waren, denn sie ließen es auch bei einer Ermahnung bleiben als Erke sagt, er habe kein Ausweis und Geld dabei. Ich war während dessen an der U-Bahn Station angekommen, wo mir eine nette deutsche Studentin erklärte wie ich zum Station käme, für sage und schreibe 1, 30 €, wenigstens das Bahn fahren war günstig. An der Station „Les Cortes“ war es dann noch ca. ein 1,5 km Fußmarsch bis zum Stadion. Aber dieses Stadion war es einfach wert. Schnell noch ein Schal kaufen und rein in die “Schüssel“.
Es war erst 18:30 Uhr, also noch 2 Stunden und 15 Minuten bis zum Anstoß, aber die Zeit verflog weil man sich einfach an dem Stadion Inneren nicht satt sehen konnte. Das Stadion Äußere war eher hässlich, baufällig und sehr kalt. Es galten wohl auch Europapokal Preise im Stadion. Bier, Cola, Fanta : 4€ Wasser : 2€ Würstchen im Brot : 5 € !!!! Das Stadion ist sehr hoch, also hieß es erstmal…Stufen Stufen Stufen !!! Oben angekommen war es schon sehr windig, aber solange die Sonne da war….kaum gedacht, verschwand sie auch schon und es wurde windiger und halt extrem kalt. Auf Deutsch gesagt: Ich hab mir in meinem kurzärmeligen Schalke Trikot den Arsch abgefroren. Das Spiel…na ja was soll man noch dazu sagen…0:1 verloren, obwohl wir in der ersten Halbzeit ein wirklich starkes Spiel gemacht haben. Die Stimmung….also da habe ich wirklich ein wenig mehr von Barcelona erwartet. Keine Stimmung, keine Gesänge…nix. Bei der Aufstellung wurde bei jedem Namen Òle gerufen und das Vereinslied war ein wenig laut, aber das war’s auch. Toller fand ich nur, dass die Barca Fans, schon nach 20 Minuten mit weißen Taschentüchern gewunken haben um Ihren Unmut zu zeigen. Das sieht man mal wie stark Schalke war. Aber egal…wir haben verloren und sind also ausgeschieden. Traurig war nur das direkt nach Abpfiff der größere Teil der Schalke Mannschaft direkt in die Kabine verschwand, nur eine Handvoll Spieler zu uns Fans kamen um sich zu bedanken. Vielleicht ist es für die Fußballer nichts besonderes, aber wie man hier lesen kann, war es für mache eine Riesen Anstrengung nach Barcelona zu kommen. Auch wenn der Pfiff zum Ende des Spiel schon lange verhalt war, mussten wir Schalker noch ca. 1 Stunde im kalten Station warten. Ok, Sicherheit geht vor, aber 1 Stunde war schon etwas übertrieben. Da während des ganzen Stadion Aufenthalts freie Platzwahl galt, saß ich im Block mit den Farwick`s, wo Erke und Horst saßen erfuhr ich erst später. Also bin ich dann wieder zur U-Bahn Station. 1,5 km….langsam wurde es anstrengend. Die Farwick`s wurden direkt mit den Shuttle Bussen zum Flughafen gefahren. In der U-Bahn Station war es sehr voll, ich direkt runter zu den Zügen, weil ich ja eine Rückfahrkarte hatte.
Das schlimmste was jetzt noch passieren könnte, wäre wenn mein Ticket nicht mehr gültig wäre.
Und natürlich war es auch so, da hatte mich wohl die deutsche Studentin nicht richtig verstanden. Also wieder hoch und sich am Ticket Automaten anstellen….oh man war das voll. Das hat mich wieder Nerven und ca. 30 Minuten meines Lebens gekostet. Ich fuhr dann mit der Bahn 2 Stationen weiter als das Hotel war, ich war nämlich hungrig und ich wollte auch zum Kentucky Fried Chicken, noch eine Kleinigkeit essen. Dort war es aber so voll, das ich mich für ein kleinen Döner ähnlichen Laden entschied….das war echt günstig, verdammt warum hab ich den nicht schon eher gesehen. Also schlenderte ich noch alleine die „Las Ramplas“ runter. Es war schön die vielen Schalker noch zu sehen, die Touristen wie sie sich für die Party´s schön gemacht haben. Woran ich aber nicht gedacht habe waren die Nutten. Die „Las Ramplas“ war nämlich nach Geschäftsschluss der Straßenstrich Barcelona´s. Also wurde man sofort von jungen, teilweise attraktiven Frauen in knapper Bekleidung gefragt, ob man Lust auf eine nette Massage hätte. Trotz Nein sagen, verfolgen die Frauen einen noch über ein paar Meter.
Das schlimmste was jetzt noch passieren könnte wäre, wenn mich einer dieser Damen bloßstellen würden, vor allen diesen Schalkern und Touristen.
Kurz vorm Hotel dachte ich mir, Horst und Erke sind bestimmt im Alex, also drehte ich wieder und ging ein paar Meter die Straße hinauf und wollte ins „Alex“. Dabei drehte ich einigen leichten Mädels mein Rücken zu. (Zur Info: Auf meinem Trikot steht Flikko, also mein Spitzname) Da hörte ich plötzlich eine Frau wirklich laut über die Strasse brüllen:
„Flikko Flikko, Come Ficki Ficki…Flikko FLikko, Come Ficki Ficki !!!!
Schnell verschwand ich also in der Seitenstrasse um zum Alex zu gehen. Dort traf ich Horst und Erke. Die beiden amüsierten sich natürlich köstlich über mein Erlebnis. Wir tranken dann noch schnell einen und gingen dann ins Bett, es war ein äußerst anstrengender Tag. Und am nächsten Tag ging schon um 10:00 Uhr der Flieger und den wollten wir auf keinen Fall verpassen. 06:30 Uhr aufstehen und ab zur „Plaza de la Cataluya“. Leider ohne Frühstück, auch wenn es mist war hätten wir schon gerne was zu uns genommen, aber Frühstück gab es erst ab 08:00 Uhr. Wir nahmen den Bus zum Flughafen. Horst hatte eine Jeans Hose an, womit er eindeutig einfacher durch die Personen Kontrolle kam. So jetzt erstmal ein Kaffee und ein Schnittchen…teuer aber sehr gut. Zum Bedauern von Erke gilt an ALLEN Flughäfen ein absolutes Rauchverbot. Also setzen wir uns schon mal in die Warte Halle um auf das Bording zu warten.
Das schlimmste was jetzt noch passieren könnte wäre, wenn wir den Anschluss Flug verpassen würden und wir so viel Stress wie beim Hinflug hätten.
Und dann kam schon die Ansage… „Wegen technischer Probleme verzögert sich der Abflug um ca. 45 Minuten“ PANIK….Das gibt’s doch nicht, warum haben wir immer so ein Pech. Die Maschine startete also mit ca. 45 Minuten Verspätung, eigentlich nicht schlimm, wir hatten aber nur 30 Minuten Aufenthalt in Amsterdam. Und Erke wollte ja mindestens noch eine Rauchen. Ich weiß zwar nicht wie das Flugzeug es geschafft hat, aber wir kamen dann nur mit einer Verspätung von ca. 15 Minuten in Amsterdam an. So konnte noch geraucht werden und wir kriegten locker unseren Flug nach Deutschland. In Frankfurt angekommen nahmen wir den Shuttle zum Terminal 1, wo die Haltestelle der Bahn war. Von da aus zum Hauptbahnhof und dann in die Stadt, die wir 3 niemals vergessen werden: SEULBECK !!!
Am Hauptbahnhof hatten wir die spontane Idee auf ein Kaffee, leider war da nur ein Nestlé Kaffee Automat, na gut dann halt nur so einen…kostet ja nur ein Euro.Wir scherzen noch so rum:
Das schlimmste was jetzt noch passieren könnte wäre, wenn kein Kaffee rauskommt. Erke sagt: „ Ich bin clever, ich kaufe mir ein Kakao.“ Tja….wie soll es auch anders sein, es kam nur heißes Wasser raus. Dann versuchte ich mein Glück mit Kaffee, es kam einer raus, nur leider ohne Zucker. Aber das konnte uns wirklich jetzt nicht mehr erschüttern.
Das schlimmste was jetzt noch passieren könnte wäre, wenn wir die falsche Bahn nehmen und nicht nach Seulbeck kommen.
Und was soll ich euch sagen, eine Station vor Seulbeck hält die Bahn und eine Stimme sagt: „Bitte aussteigen, Zug endet hier!“ Wir waren zwar im richtigen Zug, aber ausgerechnet dieser fuhr nur nach Bad Homburg und nicht in das, eine Haltestelle entfernte, Seulbeck. Also noch mal 15 Minuten warten.... Wir nahmen dann dich richtige Bahn…und den ganzen Tag eigentlich schon verfolgte uns dieser Horror Sätze:
Das schlimmste was jetzt noch passieren könnte wäre, wenn der Wagen nicht mehr da steht.
Da wir ja so in Zeitdruck waren haben wir bei der Hinfahrt nicht ein Blick zurück gelassen, ob dort wo der Wagen steht, Halteverbot war oder sonstiges. Also hieß es Hoffen Hoffen Hoffen. Wir stiegen aus der Bahn, ein kribbeln ging durch unseren Körper….
JA DAS STAND ES !!!
Wir hatten Glück…man war das schön. Also nichts wie rein ins Auto, Heizung an, denn Frankfurt ist viel kälter als Barcelona. Jetzt nur noch 2,5 Stunden Autobahn und wir haben es geschafft. Und ob ihr es glaubt oder nicht, es ging alles gut, selbst der angekündigte Stau löste sich von allein auf. Gegen 19:15 Uhr setze mich Erke dann bei mir Zuhause ab und eine lange, stressige, witzige aber doch einmalige Fahrt zu einem Auswärtsspiel war beendet.
Ich hoffe euch hat es genau so viel Spass gemacht es nachzulesen, wie mir es aufzuschreiben.
In diesem Sinne…
Bin in einem Jahr dann in Madrid..
Euer Ingo (Flikko come Ficki Ficki)
|